Anliegenbezogene verhaltenstherapeutische Gruppe (AVG)

Das zentrale Merkmal der Anliegenbezogenen verhaltenstherapeutischen Gruppe (AVG) besteht darin, dass jede Sitzung mit einer sogenannten Orientierungsrunde beginnt. Jeder Teilnehmer kann darüber berichten, was ihn momentan beschäftigt.
Und jeder kann ein konkretes Anliegen äußern, welches er gerne in der Sitzung bearbeiten möchte. Bei der Themenbearbeitung des Einzelnen steht die Gruppe mit all ihren Ressourcen  – Ideen, Perspektiven und Fertigkeiten – zur Lösung des Problems zur Verfügung. Pro Sitzung wird in der Regel ein Thema behandelt. 
Werden von mehreren Gruppenmitgliedern Anliegen benannt, wird eine Auswahl getroffen. Jede Sitzung wird mit einer Abschlussrunde beendet, in der die Teilnehmer der Gruppe mitteilen können, wie sie die Sitzung erlebt haben und was sie gelernt haben bzw. was für sie wichtig war. 
Der Vorteil der AVG ist, dass in diesem Rahmen sehr verschiedene Themen mit unterschiedlichen verhaltenstherapeutischen Techniken und Strategien gelingend bearbeitet werden können.  

Wie läuft die Gruppentherapie ab?

  • Zunächst erfolgt in den sogenannten probatorischen Sitzungen ein erstes Kennenlernen im Einzelkontakt und die Bestandsaufnahme Ihrer Beschwerden
  • Nach Klärung Ihrer Ziele und ob eine Gruppentherapie für Sie geeignet ist, stellen wir gemeinsam einen Antrag auf Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse.
    Ist dieser genehmigt, können Sie mit der Gruppentherapie beginnen.
  • Die Gruppentherapie findet jeweils einmal wöchentlich statt.
  • Die Teilnahme ist verbindlich und soll regelmäßig erfolgen
  • Die Gruppentherapie findet meist mit 4 bis 6  Teilnehmern statt.
  • Es besteht Schweigepflicht für alle Teilnehmenden
  • Neben den Gruppensitzungen finden zur Vertiefung der Themen in regelmäßigen Abständen Einzelsitzungen statt.